>>Blausteiner Nachrichten Nr. 1<<
8.1.2010

„Filmabend am Mittwoch, 13.1.2010: Leben außer Kontrolle

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„Profitorientierter Umgang mit mißliebigen Studienergebnissen”


Wir haben die Möglichkeit, in größerem Rahmen den Film "Leben außer Kontrolle" zu zeigen. Die Landfrauen Wippingen haben uns dazu eingeladen. Wenn Sie den Film noch nicht kennen, oder ihn wieder einmal sehen wollen, haben Sie dazu am Mittwoch, 13. Januar 2010 um 19.30 Uhr im ev. Gemeindehaus Wippingen Gelegenheit. Wir freuen uns über großes Interesse. Das Thema "Grüne Gentechnik" wird uns auch in diesem Jahr beschäftigen.

Informationen zum Film

Der Informationsdienst Gentechnik berichtet auf seiner Internet-Seite von zwei Fällen von profitorientiertem Umgang mit mißliebigen Ergebnissen zweier Studien.

Studie A durchgeführt – „schlechtes“ Ergebnis unterdrückt
Eine große Agrarmittelfirma selbst hatte Versuche in Auftrag gegeben: Drei gentechnisch veränderte Maislinien (MON 810, MON 863, NK603) dieser Firma wurden untersucht. Daten aus Fütterungsversuchen an Ratten bildeten die Grundlage für die Untersuchung der französischen Wissenschaftler. Ergebnis: Vor allem die Blutwerte für Leber und Nieren der Versuchstiere wiesen signifikante Veränderungen auf. Beide Organe sind für das Ausscheiden giftiger Stoffe besonders wichtig. Sie liefern daher einen wichtigen Hinweis auf Toxizitäten. Besagte Firma ließ die Resultate geheim gehalten. Greenpeace konnte jedoch rechtlich erwirken, Teile der Daten öffentlich zu machen.

Studie B durchgeführt – „gutes“ Ergebnis manipuliert
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat am 30. Juni den gentechnisch veränderten Mais MON 810 als sicher bewertet. Einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse wandte sich bereits der Konzern an die Öffentlichkeit und begrüßte die Entscheidung der Behörde. Jetzt müsse der Gentech-Mais endlich wieder in der EU zugelassen werden, so der Konzern. Die Umweltorganisationen Greenpeace und Global 2000 untersuchten die Studie der EFSA. Und laut Greenpeace-Bericht ist die Studie nicht korrekt durchgeführt worden: So wurden zum Beispiel Ergebnisse aus Untersuchungen herangezogen, die nicht mit MON 810-Mais gemacht wurden, sondern mit anderen Maissorten.

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