>>Blausteiner Nachrichten Nr. 15 <<
10.4.2014

Hähnchen mit Gentechnik gefüttert

Anfang März gab der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) bekannt, dass seine Mitglieder bei der Fütterung von Hähnchen und Puten wieder auf Gentechnik-Soja setzen, weil es zu wenig nicht-modifiziertes Soja gebe. Das kommt vor allem aus Brasilien. Brasilianische Produzenten widersprachen sofort, es gebe sogar mehr gentechnikfreies Soja und eine bessere Transportinfrastruktur. Greenpeace und auch der Verband Lebensmittel Ohne Gentechnik glauben daher, dass es der Geflügelindustrie vor allem um den Preis geht. Auch wenn der Aufschlag für gentechnikfreies Sojafutter laut den Kritikern nur acht Cent pro Hähnchen ausmacht.

Kurz nach dem Ausstieg aus der gentechnikfreien Fütterung senkten große Discounter die Preise für Geflügelfleisch und begründeten das mit gesunkenen Rohstoffkosten. Für die Geflügelindustrie ist der Umstieg auf Gentechnik-Futter jedoch nach hinten losgegangen. Pro Hähnchen hätte sie dadurch nur acht Cent gespart, nun müssten sie jedoch mit den weitaus kräftigeren Preissenkungen der Discounter zurecht kommen. Wie wird sich das auf die Fleischqualität auswirken?

Weitere Informationen:

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