>>Blausteiner Nachrichten Nr. 44 <<
31.10.2014

Patentindustrie verhökert die Zukunft unserer Ernährung

Die internationale Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“ hat aktuell einen Bericht veröfffentlicht, der aufzeigt, dass das Europäische Patentamt in München (EPA) bislang bereits etliche Tausend Patente auf Pflanzen und Tiere erteilt hat, wobei eine steigende Anzahl auch Produkte aus der konventionellen Züchtung betrifft, also nicht nur gentechnisch veränderte Organismen. Die Reichweite der Patente ist oft extrem und erstreckt sich auf die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung, vom Acker bis zum Verbraucher.

Das Patentamt hat im Interesse der Saatgut- und Chemiekonzerne diese Patentierungspraxis zu einem Werkzeug der systematischen Aneignung unserer Lebensgrundlagen gemacht. Diese Entwicklung hemmt die Pflanzenzüchtung und gefährdet den Erhalt der agrarischen Vielfalt und die Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels. Das betrifft sowohl die globale Nahrungssicherheit als auch die regionale Ernährungssouveränität.

Auch einige Mitglieder der BI Wippingen beteiligten sich an einer Demonstration vor dem europäischen Patentamt in München am 27.10.2014, auf der aus Anlass einer aktuellen Verhandlung gefordert wurde, diese Praxis der Patentierung von Pflanzen und Tieren zu stoppen.

PfeilDownload Pressemitteilung: „Patentindustrie verhökert die Zukunft unserer Ernährung“

PfeilDownload Broschüre: „Europäische Patente auf Pflanzen und Tiere“ [48 S., 3 MB]

Pfeil www.no-patents-on-seeds.org


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