>> Blausteiner Nachrichten Nr. 2 <<
15.1.2016

„Agrogentechnik & Agrarökologie - wie passen sie zusammen?“

Den massiven Zielkonflikten und Kontroversen widmet sich ein
Vortrag von Dr. Angelika Hilbeck
am Dienstag, 26. Januar 2016, 20 Uhr

in Ulm im EinsteinHaus (vh ulm), Kornhausplatz 5 (Eintritt frei).


Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bündnis für eine agrogentechnikfreie Region (um) Ulm, BUND, vhulm.

Seit Jahrzehnten und zunehmend steht die Agrogentechnik in der Kritik während ihre Befürworter keine nennenswerten Risiken sehen. Der Einsatz von Agrarchemikalien wie z.B. Glyphosat nimmt weiterhin zu, begleitet von ungebremstem Verlust an Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen, obwohl die Agrogentechnik gerade das Gegenteil versprach. Damit sehen die Kritiker ihre Vorhersagen bestätigt.

Während aktuell die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ einstuft, kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Bewertung als „wahrscheinlich nicht krebserregend“. 96 renommierte ForscherInnen aus 25 Ländern haben ihre Kritik daran in einem offenen Brief an die EU-Kommission gerichtet, die über die Neuzulassung von Glyphosat für weitere 10 Jahre zu entscheiden hat.

Was sind die Gründe für diese diametral unterschiedlichen Einschätzungen durch Expertengremien? Welche Werterahmen und Zukunftsvisionen liegen den Kontroversen und Konflikten zugrunde? Diese Fragen sollen im Vortrag erläutert und gemeinsam mit dem Publikum diskutiert werden.

Die Referentin Dr. Hilbeck ist Agrarbiologin und Insektenkundlerin. Seit 2000 leitet sie an der ETH Zürich die Forschungsgruppe Umweltbiosicherheit. In Lehre und Forschung befasst sie sich mit Fragen zu den Auswirkungen der Agrogentechnik auf Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Umwelt. In vielfältigen Forschungs- und Beratungsprojekten erwarb sie umfassende Erfahrung in der internationalen Landwirtschaft und der Vielfalt der jeweiligen lokalen Sachzwänge der Kleinbauern. Auf Grund dieser Expertisen wurde sie u. a. zur Mitarbeit am wegweisenden Weltagrarbericht berufen. Sie ist Vorstandsmitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und Vorsitzende des „European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility“.

Lassen Sie sich die Veranstaltung mit dieser hochkarätigen Wissenschaftlerin nicht entgehen.

Näheres unter Pfeil www.genfrei-ulm.de


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