>> Blausteiner Nachrichten Nr. 28 <<
14.7.2017

Abstimmung über EU-Importzulassungen gentechnisch veränderter Sojabohnen

Die Mitgliedstaaten des europäischen Parlaments stimmen am 12.07.2017 und 19i.07.2017 über die Importzulassung einer Sojabohne ab, die gegen einen Cocktail von verschiedenen Agrochemikalien gentechnisch resistent gemacht wurde.

Es handelt sich um die Herbizide

  • Glyphosat wird vom internationalen Expertengremium IARC verdächtigt, krebserregend zu sein;
  • Glufosinat wird von der EFSA als fruchtbarkeitsschädigend eingestuft und soll deswegen bis April 2018 vom Markt genommen werden;
  • bei Isoxaflutol besteht laut EFSA der Verdacht einer krebserregenden Wirkung;
  • bei 2,4-D (Dichlorphenoxyessigsäure) besteht laut neueren Publikationen der Verdacht, dass beim Abbau krebserregende Stoffe entstehen.

Dass sich die Herbizidrückstände in den Sojabohnen beim Verzehr auf die Gesundheit schädlich auswirken können, liegt auf der Hand. Die EFSA (Europäische Lebensmittelbehörde) hat Einzelprüfungen vorgenommen, aber keine Prüfungen, wenn Herbizide kombiniert eingesetzt wurden. Die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse sind nicht ausreichend, um das Risiko für die gesundheitlichen Auswirkungen auf Tier und Mensch zu auszuschließen. Die Politik muss jetzt aktiv werden und die Anforderungen für Risikoprüfungen zu verbessern.

Quelle und weitere Hintergrundinformationen:

Pfeil http://www.testbiotech.org/node/2030; 10.07.2017


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