>> Blausteiner Nachrichten Nr. 14 <<
6.4.2018

Verbotene GVO in Tierfutter gefunden

Für die moderne massenhafte Tierhaltung sind Zusätze in den Futtermitteln an der Tagesordnung. Die Tiere sollen möglichst viel fressen von Dingen, die nicht ihrem natürlichen Nahrungsspektrum entsprechen. Z.B. werden dem Futter für Hühner, die ja ursprünglich Allesfresser sind, diejenigen Aminosäuren künstlich zugesetzt, die dem rein pflanzlichen Hochleistungsfutter fehlen.

Auf unserem letzten Treffen diskutierten wir einen Bericht der französischen Zeitung Le Monde. Demnach wurden in Frankreich illegale gentechnisch veränderte Organismen (GVO) gefunden. Und zwar tauchten genmanipulierte Bakterien in Futtermitteln für Wiederkäuer (z.B. Kühe), Schweine und Lachse auf. Hersteller ist eine japanische Firma, die in Frankreich eine Fabrik für Futtermittel betreibt.

Die genmanipulierten Bakterien werden von der Firma genutzt, um bestimmte Aminosäuren zu erzeugen. Anscheinend aus Kostengründen hat man darauf verzichtet, die von den Bakterien produzierten Aminosäuren zu reinigen. Das hat dazu geführt, dass (tote) Bakterien zusammen mit den Aminosäuren, die als Zusätze für Futtermittel verwendet werden, illegal in Futtermitteln für den europäischen Markt gelandet sind.

Für die europäischen Behörden ist es schwierig, den Verlauf der gewaltigen Biomassen zu verfolgen: Die französischen Fabriken belieferten eine belgische Firma mit etwa 7.350 Tonnen. Dann wurde dieses Material „zur Herstellung von mehreren Zehntausend Tonnen Mischfutter für Tiere verwendet, die für den Export in Länder außerhalb der Gemeinschaft vorgesehen waren“. Mit dem Verkauf der Biomasse an den belgischen Verarbeiter landeten also die nicht zugelassenen Bakterien auf den europäischen Markt.

Quellen:
PfeilLe Monde 21.2.2018
PfeilUmweltinstitut


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