>> Blausteiner Nachrichten Nr. 24 <<
15.6.2018

„Auswirkungen von Glyphosat auf die Lebensmittelqualität“

Glyphosat beeinflusst Schlüsselfunktionen der Rhizosphäre, jener Schicht des Bodens, welche die Wurzeln umgibt und essentiell ist für die Gesundheit der Pflanze. Es bindet lebenswichtige Nährstoffe wie Eisen, Zink, Mangan und Bor im Boden und verhindert so deren Aufnahme durch Pflanzen. Die Auswirkungen sind höhere Anfälligkeit für Krankheiten und eine geringe Stickstoffbindung, damit ein niedriger Ertrag und Veränderungen in der Bakterienzusammensetzung.

Diese Veränderungen können direkte Auswirkungen auf die Gesundheit und den Ertrag des Anbaus haben. Einige Krankheitserreger, wie „Schwarzbeinigkeit“, Parasitenpilze oder Wurzelfäulnis sind durch die von Glyphosat verursachten Veränderungen in Biologie und Chemie des Bodens begünstigt. Auch die Biodiversität des Bodens (Bakterien, Pilze) wird stark beschädigt, mit negativen Auswirkungen auf die Funktionalität des Ökosystems und auf die Qualität des Graswachstums.

Im mit Glyphosat behandelten Sojaanbau wurde ein erhöhtes Vorkommen von Fusarium festgestellt. Die Ausbreitung dieses Pilzes betrifft nicht nur Pflanzen. Er produziert Toxine, die in die Nahrungskette eintreten und Mensch und Tier Schaden zufügen können. Bei Schweinen führt mit Fusarium kontaminiertes Futter zu Fortpflanzungsproblemen und einer erhöhten Anzahl von Totgeburten.

Schädliche Auswirkungen wurden auch auf Würmer, Insekten, Vögel, Fische und Amphibien festgestellt. Bei Säugetieren verstärkt Glyphosat die schädlichen Auswirkungen von anderen chemischen Nahrungsmittelrückständen und Umweltgiften. Die negative Wirkung ist schleichend. Nach und nach tritt sie als Entzündung auf, die alle Zellsysteme des Körpers schädigt. Auch kann der Hormonhaushalt und die Produktion von lebenswichtigen Fortpflanzungshormonen wie Progesteron und Östrogen negativ beeinflusst werden. Bereits veröffentlichte Studien zeigen verschiedene hormonelle Auswirkungen in tierischen und menschlichen Zellen, die auf Glyphosat zurückzuführen sind.

Insgesamt können die Auswirkungen von Glyphosat zur Entstehung der meisten Krankheiten und Störungen, die mit der Ernährung assoziiert werden, wie zum Beispiel Zöliakie, Fettleibigkeit, Diabetes beitragen, aber auch zu anderen Krankheiten wie Herzkrankheiten, Depression, Autismus, Unfruchtbarkeit, Krebs und Alzheimer.

Aus all diesen Gründen fordern wir einen sofortigen Stopp der Verwendung von Glyphosat-Produkten in der Landwirtschaft sowie im Klein- und Hausgarten.

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Quelle: Pfeilwassertechnik.pro: Glyphosat Vortrag [pdf]

Weitere Links zum Thema:

Pfeil Albert-Schweitzer-Stiftung: Glyphosat: Auswirkungen auf die Natur

Pfeil agrarheute: Studie: Nährstoffverluste und weniger Regenwürmer nach Glyphosat

Pfeil Universität für Bodenkultur Wien: Herbizid mit dramatischen Nebenwirkungen

Pfeil The Guardian: Climate change making food crops less nutritious, research finds (engl.)

Pfeil GEO-Wissen: Warum unsere Nutzpflanzen immer weniger Nährstoffe enthalten


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