>> Blausteiner Nachrichten Nr. 20 <<
17.5.2019

„Moore binden C02 in hohem Maße – wenn sie nicht ausgetrocknet sind!“

Unsere Feucht-Moore binden das für das Klima so schädliche CO2 in großen Mengen. Dort wo sie zur Torfgewinnung z.B. trockengelegt wurden, zersetzt sich die Torfschicht . Der meist Jahrhunderte lang gespeicherte Kohlenstoff reagiert mit Sauerstoff und wird zum Kohlenstoffoxid – zum Treibhausgas. Klimakiller Nr. 1!
Beinahe 5 % aller bundesdeutschen Emissionen entstehen auf diese Weise.

Seit einigen Jahren bemühen sich Umweltschützer, aber auch einzelne Kommunen und Länder um die Wiedervernässung einzelner Moore. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind hierbei führend. Dort gibt es seit 2012 das Modell MoorFutures (Moor-Zertifikate, welche Unternehmen und Privatpersonen erwerben können).

Das Geld dient z.B. dieser Wiedervernässung. Entwässerungspumpen werden beseitigt, Entwässerungsgräben wieder zugeschüttet. Diese Moore sind inzwischen wieder so naß, dass
man nur mit Stiefeln durch sie waten kann. Damit speichern die zurückgewonnenen Moore
wieder Kohlenstoff, anstatt ihn auszudünsten.

Moore sind darüber hinaus Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Sie sind Wasser- und Nährstoffspeicher, aber auch Wasserfilter und tragen somit für ein verbessertes Grundwasser bei. Nicht zu unterschätzen ist die kühlende Wirkung auf die Umgebung zur warmen Jahreszeit. Ein Klimafaktor für die Region.

Für die Politik problematisch bleibt der gewerbliche Torfabbau. So lange der Kunde im Gartenmarkt Torf kauft für den heimischen Garten, so lange wird Torf abgebaut und verkauft.

Ersatz für Torf im Garten: Holzfasern, Holzhäcksel (Substrate), Rindenkompost. Evtl. der Blumenerde beimischen. Außerdem sind Kokosfasern und Cocopeat geeignet. Torf ist übrigens nicht zur Bodenverbesserung geeignet!

Fachmännischen Rat erhalten Sie bei Ihrem Gärtner, sofern er zur Fraktion der Moorschützer gehört und nicht des Umsatzes willen lieber Torfballen verkaufen möchte.
Vielleicht überdenken wir alle unsere gärtnerischen Gewohnheiten zum Schutz der Moore und zur Vermeidung von CO2 – oder zur Bindung von CO2 durch unsere wertvollen Moore.

Pfeil Quelle: Wirtschaftswoche u.a.


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