>> Blausteiner Nachrichten Nr. 14 <<
03.04.2020

„Überwachung der Ernte auf gentechnische Veränderungen“

In Zeiten von Corona-Hiobsmeldungen dürfen es auch einmal positive Nachrichten sein, zumal solche aus dem Stuttgarter Landwirtschaftsministerium. Da es wegen des weltweiten Handels mit Saatgut und Ernteprodukten denkbar ist, dass sich trotz aller vorsorgenden Maßnahmen auch in heimischen Ernteprodukten genveränderte Organismen (GVO) finden, gibt es seit 2004 jährlich ein Ernte-Monitoring-Programm, bei dem das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg und das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg Erntestichproben auf GVO untersuchen. Um Einträge von GVO frühzeitig zu erkennen und um die Entwicklung über die Jahre transparent zu machen, werden Proben unmittelbar nach der Ernte in landwirtschaftlichen Erfassungsstellen und Mühlenbetrieben entnommen. Seit Beginn des Monitorings 2004 wurden mehr als 1450 Ernteproben untersucht wobei in 29 Proben gentechnische Veränderungen nachweisbar waren. Seit 2015 gab es jedoch für keine Pflanzenart Hinweise mehr auf gentechnische Veränderungen. Bereits seit 2007 wurden Verunreinigungen über der Bestimmungsgrenze von 0,1 Prozent nicht mehr festgestellt. Diese Grenze stellt allerdings nur einen „technischen Nullwert“ für Verunreinigungen dar, den die Saatgutindustrie durchgesetzt hat, weil ihr der Kontrollaufwand bei niedrigeren Grenzwerten zu hoch ist.

Bei den im vergangenen Jahr durchgeführten Untersuchungen von 41 Mais-, 21 Raps-, 19 Soja-, und 13 Leinproben sowie 3 Zuckerrübenproben ergab sich, wie bereits in den vier Vorjahren, kein Hinweis auf eine gentechnische Veränderung. Der Schwerpunkt des Monitoringprogrammes liegt aufgrund der Bedeutung des Maisanbaus in Baden-Württemberg auf der Untersuchung von Maispartien. Wie bereits 2018 wurde auch in den 41 Stichproben der Ernte 2019 bei einer Nachweisgrenze von 0,03 Prozent kein gentechnisch veränderter Mais nachgewiesen. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des heimischen Sojaanbaus ist neuerdings auch die Untersuchung von Sojabohnen von besonderem Interesse. Auch in den 19 Sojaproben aus der Ernte 2019 konnte keine gentechnische Veränderung festgestellt werden, womit sich die Ergebnisse aus den Jahren 2015 bis 2018 mit jeweils zwischen 14 und 24 Proben bestätigen.

Ein vollständiger Bericht für das Jahr 2019 findet sich unter
Pfeil https://ltz.landwirtschaft-bw.de/pb/site/pbs-bw-new/get/documents/MLR.LEL/PB5Documents/ltz_ka/Untersuchungen/Saatgut/GVO-Nachweis/GVO-Ernte-Monitoring%202019.pdf

Quelle: Pfeil https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unser-service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/gentechnisch-veraenderte-pflanzen-haben-in-der-kleinraeumigen-agrarstruktur-baden-wuerttembergs-keinen/


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